Es gibt keine geschützte Ausbildung und keinen vorgeschriebenen Weg. Das hat einen Vorteil und einen Nachteil.
Für viele Berufe gibt es einen klaren Weg. Lehre, Schule, Studium, Prüfung.
Für die Beratung zu Energiekosten gibt es das so nicht. Wer hier arbeiten will, muss keinen bestimmten Abschluss vorweisen.
Der Vorteil
Du kannst anfangen, egal was in deinem Lebenslauf steht. Ich habe Menschen aus der Gastronomie, aus dem Handwerk und aus dem Büro gesehen, die nach einem halben Jahr sicher beraten haben.
Was zählt, lässt sich in einem Satz sagen: Du musst eine Rechnung lesen können und ein Gespräch führen können. Beides ist lernbar.
Der Nachteil
Weil es keinen geschützten Weg gibt, gibt es auch keine Qualitätsschwelle. Jeder darf sich so nennen.
Das ist der Grund, warum die Branche stellenweise einen schlechten Ruf hat. Es haben zu viele Menschen zu lange am Telefon Dinge behauptet, die nicht stimmten.
Inzwischen ist die Kaltakquise am Telefon rechtlich stark eingeschränkt. Für alle, die sauber arbeiten, ist das eine gute Entwicklung.
Was du tatsächlich lernen musst
Tarifkunde. Wie sich ein Preis zusammensetzt, was ein Arbeitspreis ist, was ein Grundpreis, wie Boni funktionieren und wann sie auslaufen.
Vertragsanalyse. Bindefristen, Kündigungsfristen, Preisgarantien und was davon im Ernstfall trägt.
Gesprächsführung. Wie man fragt, ohne zu verhören. Wie man einen Einwand beantwortet, ohne zu diskutieren. Wann man aufhört zu reden.
Wie lange das dauert
Das Grundwissen steht in ein paar konzentrierten Tagen. Sicherheit im Gespräch kommt nach den ersten zwanzig, dreißig Terminen.
Wer behauptet, das gehe in einem Wochenende, hat entweder nie beraten oder verkauft dir gerade ein Seminar.
Fragen dazu?
Am Telefon ist so etwas in zwanzig Minuten geklärt.